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Nachfolgend finden Sie unseren Bericht über BCAAs. Was sind BCAAs, wofür werden sie benötigt und welche Wirkung haben sie?
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Was sind BCAAs? – Verzweigtkettige Aminosäuren

BCAA oder im Plural BCAAs sind in der Sport- und Fitnesswelt ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, das nach L-Arginin, Creatin oder Eiweißpulver ganz oben auf der Bekanntheits- bzw. Beliebtheitsskala steht. Häufig nur auf Empfehlung eines Kollegen oder Trainingspartners gekauft, hat sich der ein oder andere vielleicht auch schon einmal die Frage gestellt, was BCAAs genau bedeutet, worin die Wirkung liegt und ob BCAAs sinnvoll sind. Sich darauf zu verlassen, das überall BCAAs zu erhalten sind und von vielen Menschen eingenommen werden und daraus zu schlussfolgern, dass BCAAs sinnvoll sind und wirken ist zwar schön, doch besser ist, es genau zu wissen. Daher nachfolgend unser Bericht zu diesem Thema.

BCAA ist die englische Abkürzung für Branched-Chain Amino Acids, was auf Deutsch verzweigtkettige Aminosäuren bedeutet. Ohne genau zu wissen, was verzweigtkettige Aminosäuren sind, lässt sich zunächst schon einmal festhalten, dass mit dieser Bezeichnung nicht nur eine, sondern mehrere Aminosäuren gemeint sein müssen. Aminosäuren sind organische Verbindungen, die mindestens eine Carboxy- und eine Aminogruppe enthalten. Aminosäuren erfüllen wichtige Bau- und Regulierungsfunktionen, wobei besagte BCAAs (d. h. die Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin) insbesondere eine Baufunktion erfüllen und wesentlicher Bestandteil der Proteine sind. Aus Proteinen wiederum sind zu einem Großteil Muskeln, Knochen oder unsere Organe aufgebaut. Insofern sind die BCAAs zugleich proteinogene Aminosäuren, was ihre Baufunktion umschreibt. Außerdem sind BCAAs essentiell, d. h. sie können vom Körper nicht selbst herstellt, sondern über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Stellt sich nun noch die Frage was verzweigtkettig bedeutet. Leucin, Isoleucin und Valin gehören in der Klasse der proteinogenen Aminosäuren zu den sog. aliphatischen. Dabei handelt es sich um Moleküle, mit kettenförmigen Kohlenwasserstoffresten, die verzweigt sind. Verzweigt bedeutet, dass der Rest zwar bei allen drei BCAAs an ein Kohlenstoffatom andockt, dann aber nicht eindimensional verläuft, sondern erneut verzweigt.

Gleichzeitig handelt es sich bei den verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin um hydrophobe Aminosäuren. Hydrophob bedeutet, dass BCAAs nicht wasserlöslich sind und sie demzufolge insbesondere an Stellen von Proteinen eingebunden sind, die von Wasser abgeschirmt werden sollen.

Warum sind BCAAs so wichtig? – BCAA Wirkung

Die BCAA Wirkung wollen wir anhand von 5 verschiedenen Aspekten beleuchten. Dem besseren Verständnis wegen und der Übersicht halber, haben wir Zusammenhänge möglichst einfach gehalten. Grundsätzlich muss bei der BCAA Wirkung zwischen freien und bereits verbauten verzweigtkettigen Aminosäuren unterschieden werden. Frei bedeutet, dass es sich hierbei um solche BCAAs handelt, die über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen wurden und sich demzufolge noch frei im Blutkreislauf befinden, im Gegensatz zu solchen, die bereits verbaut und somit Bestandteil von Zellen oder z. B. Muskelgewebe sind.

BCAAs Wirkung – Anti-katabole Wirkung, Muskelerhaltung und Energiegewinnung

An dieser Stelle muss zwischen der Situation vor und nach dem Sport bzw. intensiver Muskelanstrengung oder körperlicher Betätigung unterschieden werden. In der Skelettmuskulatur sind große Mengen der Aminosäuren Glutamin und Alanin gespeichert. Gleichzeitig besteht die menschliche Muskulatur zu etwa 35% aus verzweigtkettigen Aminosäuren, die wiederum Bausteine für Alanin und Glutamin sind. Während körperlicher Betätigung oder Sport kommt es zu einem Abbau von Alanin und Glutamin. Beide werden benötigt, um das Immunsystem zu stärken oder den Ammoniakabbau zu fördern und werden letztlich über den Urin ausgeschieden. Durch den Abbau kann, wenn nicht ausreichend freie BCAAs vorhanden sind, ein sog. kataboler Effekt eintreten. Es kommt zum Abbau von Proteinen und somit auch zum Verlust von Muskelmasse, da zwecks neuer Glutamin- und Alanin-Gewinnung die fest in Proteinen gebundenen BCAAs nun verstoffwechselt werden bzw. werden müssen. Um dies zu vermeiden, d. h. um eine anti-katabole Wirkung zu erreichen und die Muskulatur zu erhalten, müssen zusätzliche verzweigtkettige Aminosäuren zur Auffüllung des Vorrats aufgenommen werden, sodass keine verbauten Proteine verbraucht werden.

Dadurch dass BCAAs auch direkt in den Muskelzellen und nicht in der Leber verstoffwechselt werden, kann aus diesen auch Energie gewonnen werden, wenn der Glucosespiegel nicht ausreicht oder die Ernährung im Rahmen einer Diät bewusst kohlenhydrat- oder fettarm gestaltet wird. Dabei wird aus Leucin Alanin gebildet, das wiederum in der Leber zu Glucose synthetisiert wird. Gleichzeitig liefert die dabei anfallende Ketonsäure dem Muskel direkte Energie, sodass von doppelter Antriebskraft gesprochen werden kann und auf diese Weise gleichzeitig eine bessere Ausdauerleistung erreicht werden kann. Durch eine rechtzeitige Verabreichung vor dem Sport wird also somit auch präventiv erreicht, dass freie BCAAs in die Stoffwechselprozesse einfließen.

BCAA Wirkung bei Lebererkrankungen

Auch bei Lebererkrankungen können verzweigtkettige Aminosäuren in zweierlei Hinsicht wirken. Bei einer sog. NASH Erkrankung besteht die BCAA Wirkung darin, Fettablagerungen zu verhindern sowie die arterielle Durchblutung und den Pfortaderdruck zu verbessern. Bei einer Leberzirrhose können BCAAs einer fortschreitenden Verschlechterung der Leberfunktion entgegen wirken, indem sie die Ammoniumentgiftung und die Albuminbildung verbessern. Albumin ist ein Protein, das insbesondere eine sog. unspezifische Transportfunktion erfüllt und dafür sorgt, dass Vitamine, Mineralstoffe, aber auch Fettsäuren und Hormone in den Blutbahnen transportiert werden können. Auch sollen bei einer Leberzirrhose zusätzlich verabreichte BCAAs das Leberkrebs-Risiko senken können.

BCAA Testosteron – Leicht anabole Wirkung – Auswirkungen auf den Testosteronspiegel

Ferner wird in einigen Studien davon ausgegangen, dass BCAAs eine leicht anabole Wirkung besitzen. Insbesondere Leucin soll den sog. HGH-Blutspiegelwert (Hormon, das das Wachstum regelt) erhöhen und die Ausschüttung von Liothyronin steigern, das wiederum die Proteinsynthese in der Muskulatur positiv beeinflussen soll. Gleichzeitig aktiviert dieses Hormon die Verbrennung von Fetten und Kohlenhydraten, wodurch zusätzliche Energie gewonnen werden kann. Auch gibt es Studien, die die Auswirkungen der Verabreichung von BCAAs auf den Testosteronspiegel untersucht haben. Zwar können sich Forscher die genauen Zusammenhänge noch nicht erklären, jedoch wurden nach kurzen intensiven Trainingsintervallen und der zusätzlichen Verabreichung von BCAAs erhöhte Testosteronwerte im Blut festgestellt.

Fazit BCAAs: Wir hoffen, ein wenig Licht in die Welt der BCAAs und deren Wirkung gebracht zu haben. Wer sich ausgewogen ernährt, sollte kein Problem damit haben, täglich ausreichend Leucin, Isoleucin und Valin zu sich zu nehmen. Für diejenigen, die auf bestimmte Lebensmittel verzichten oder verzichten müssen oder generell z. B. durch Sport einen erhöhten Bedarf haben, stellen Nahrungsergänzungsmittel mit BCAAs eine sinnvolle Ergänzung dar.